Entwurf zur Überarbeitung der CO2-Flottengrenzwerte " />

EVP lenkt Europäische Autoindustrie im Schlingerkurs vor die Wand

08.05.2026

Während die Tankpreise in die Höhe schießen, äußerte der EVP-Berichterstatter Massimiliano Salini sich heute zu seinem Entwurf zur Überarbeitung der CO2-Flottengrenzwerte (sprichwörtliches “Verbrenner-Aus”). Darin höhlt das Verbrenner-Aus 2035 durch eine Reihe von weiteren Ausnahmen faktisch weiter aus. Statt der ursprünglich vorgesehenen 100 Prozent emissionsfreier Neuwagen ab 2035 und der von der Kommission vorgeschlagenen 90 Prozent CO2-Reduktion bleiben durch die Anrechnung von „nachhaltigen Kraftstoffen" und grünem Stahl real nur noch 73 Prozent übrig.

 Michael Bloss (Klima- und Industriepolitischer Sprecher der Grünen im Europaparlament) kommentiert:

" Der Vorschlag ist ein Tritt vors Schienbein für alle, die in der Energiekrise auf bezahlbare und verlässliche E-Mobilität hoffen. Die Menschen müssen gerade ihr letztes Hemd an der Zapfsäule lassen, aber der Vorschlag treibt die teuere Abhängigkeit vom Öl weiter voran.

Damit wird die positive Dynamik für E-Autos abgewürgt und die Menschen noch stärker verunsichert, ob sie sich ein elektrisches Fahrzeug kaufen sollen. Das beschädigt die Autoindustrie und die Beschäftigten in ihren Transformationsbemühungen.

Den Vorschlag der EU-Kommission hat Manfred Weber als seinen persönlichen Erfolg verkauft, heute zerpflückt seine Fraktion diesen Vorschlag und zerstört die Planungssicherheit für Investitionen in die Zukunft. Die europäische Autoindustrie braucht in dieser tiefen Krise eine klare Idee für die Zukunft, statt einem Zickzackkurs, der Unsicherheit stiftet. Mit so einem Ansatz werden Autos in Zukunft nur noch in China gebaut. Europa kann dann dicht machen."