31.08.2026
Am 01.09. stellt die Technische Universität München ein White Paper vor, das der EU eine Fehlsteuerung in ihrer Klimapolitik für den Autosektor vorwirft. Weil die CO2-Flottengrenzwerte nur am Auspuff messen, seien E-Autos nicht klimaneutral und das CO2 in Produktion und Material blieben unberücksichtigt.
Michael Bloss (Klima- und Industriepolitischer Sprecher der Grünen im Europaparlament) kommentiert:
„Benziner und Diesel sind nicht nur teuer, sondern die schlimmsten Klimaverschmutzer im Verkehr – und diese Studie bestätigt das.
Dass E-Autos nicht vom Himmel fallen, sondern Rohstoffe und Energie brauchen, ist keine neue Erkenntnis. Neu wäre, diesen Maßstab auch an den Verbrenner anzulegen: Rechnet man die Emissionen aus der Herstellung der Fahrzeuge und aus Förderung, Raffinierung und Transport von Benzin und Diesel mit ein, stünde der Verbrenner noch deutlich schlechter da.
Die Forscherinnen und Forscher sagen selbst, ihre Vorschläge sollten die Elektrifizierung verstärken, nicht ersetzen. Genau deshalb müssen die CO2-Flottengrenzwerte und das Ziel für 2035 erhalten bleiben: Sie sind der Rahmen, der Investitionen in saubere Autos, Batteriefertigung und Ladesäulen überhaupt absichert.
Wer nun plötzlich jede Tonne CO2 entlang der gesamten Lieferkette verbuchen will, baut sich ein Bürokratiemonster ohnegleichen – das genaue Gegenteil dessen, was sich konservative Politiker sonst auf die Fahne schreiben.
Am besten fürs Klima bleiben Bus und Bahn – und das E-Auto mit Ökostrom. Der Weg führt nach vorn, zu sauberem Strom und sauberer Produktion, nicht zurück zu Benzin und Diesel.”