Freiheit für Rezvaneh Ahmad Khan Beigi und Houman Jokar!

Die Kriminalisierung von Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten im Iran muss ein Ende haben. Für Menschenrechte und Artenschutz einzutreten ist kein Verbrechen. Die Arbeit von Rezvaneh Ahmad Khan Beigi und Houman Jokar ist eine Bereicherung für die iranische Gesellschaft. Sie verdienen einen Orden, keine Freiheitsstrafe.

Michael Bloss übernimmt Patenschaft für iranische politische Gefangene

Der Einsatz für Umwelt und Bürgerrechte wird im Iran mit Gefängnis sanktioniert

Der Europa-Abgeordnete Michael Bloss setzt sich für die Freiheit des Umweltschützers Houman Jokar und der Bürgerrechtsaktivistin Rezvaneh Ahmad Khan Beigi ein. Beide wurden im Iran willkürlich zu jeweils acht und sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Bloss möchte ein Zeichen setzen und dazu beitragen, dass beide bald wieder in Freiheit sind. Im Rahmen des Patenschaftsprogramms der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) engagieren sich prominente Politiker*innen für Politische Gefangene. Gerade jetzt ist die Lage von Gefangenen überall auf der Welt durch das COVID-19 Virus kritisch.

Houman Jokar wurde im Februar 2018 zusammen mit seiner Frau Sepideh Kashani und weiteren Forschern der “Persian Wildlife Heritage Foundation” von den Islamischen Revolutionsgarden festgenommen. Der gesamten Gruppe wurde „Spionage“ vorgeworfen, weil sie Kameras zur Beobachtung von Geparden aufgestellt hatte. Nach fast zwei Jahren im Gefängnis, eines davon in Einzelhaft, wurde Jokar am 20. November 2019 wegen „Spionage“ zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt.

Rezvaneh Khan Beigi wurde während landesweiter Proteste gegen steigende Benzinpreise im November 2019 von Angehörigen der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) in ihrem Haus in Teheran festgenommen und in das berüchtigte Evin-Gefängnis gebracht. Das Islamische Revolutionsgericht in Teheran verurteilte sie am 2. Februar 2020 wegen “Aktionen gegen die nationale Sicherheit” und “Propaganda gegen den Staat” zu sechs Jahren Gefängnis.

Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, hebt hervor: „Wir freuen uns, dass sich mit Michael Bloss ein einflussreicher Politiker für die Freiheit von unschuldig gefangenen Menschen einsetzt. Sein Engagement ist deshalb so wichtig, da Deutschland für den Iran politisch und wirtschaftlich ein außerordentlich bedeutendes Land ist.“

In Folge der Corona-Pandemie und der zunehmend größer werdenden Infektionsgefahr für Gefangene, wurden Begnadigungen und unbefristete Hafturlaube verkündet. Dies trifft jedoch nicht auf Houman Jokar und Rezvaneh Ahmad Khan Beigi zu. Politischen Gefangenen wird in sehr vielen Fällen – auch bei schlechtem Gesundheitszustand –der Hafturlaub oder Begnadigungen verwehrt. Um gegen diese willkürliche Behandlung zu protestieren, ist die Bürgerrechtsaktivistin Rezvaneh Ahmad Khan Beigi am 16. März 2020 in einen Hungerstreik getreten.

Pressekontakt

Herr Bloss steht für Interview oder Hintergrundgespräche gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an

Peter Jelinek
Referent Öffentlichkeitsarbeit und Presse
+49 176 6138 0222
peter.jelinek@europarl.europa.eu

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